Warum sollte man sich mit der Endzeit beschäftigen?
"Dein Reich komme!" - Wie viele Menschen beten täglich das Vaterunser, ohne sich überhaupt Gedanken über die gesagten Worte zu machen? Jetzt aber Hand aufs Herz! Glauben wir denn überhaupt noch, dass Gott wiederkommen wird? – Es ist zu befürchten, dass viele Pastoren und Prediger nicht mehr davon überzeugt sind. Und schlimmer noch: Wenn man heute etwas in die Richtung sagt, wird man gleich als Schwarzseher, als Fundamentalist oder als Mitglied irgendeiner Endzeitsekte abgestempelt.
Was ist nun dran an dieser "Wiederkunft"? Diese Frage lässt sich leicht beantworten: Die Bibel sagt klar, dass Jesus wiederkommen wird! Und zwar nicht im übertragenen Sinne, sondern persönlich! In der Apostelgeschichte 1,10 heißt es: (Luther)
- Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Kleidern [das sind zwei Engel],
- welche auch sagten: Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr und sehet gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren.
Jesus wird also nicht als irgendeine moralische Einstellung, als Symbol für den Weltfrieden etc. wiederkommen, sondern persönlich! Bevor er sein Wirken auf der Erde eingestellt hat, ermahnte er seine Jünger deutlich zur Wachsamkeit. Auch in den Briefen z. B. von Petrus werden die Gläubigen aufgefordert, sich stets auf Jesu Wiederkehr vorzubereiten und "wach zu bleiben".
In Matthäus 24,45-51 lesen wir: (Gute Nachricht)
- Seid wie der treue und kluge Diener, dem sein Herr den Auftrag gegeben hat, die gesamte Dienerschaft zu beaufsichtigen und jedem pünktlich seine Tagesration auszuteilen.
- Er darf sich freuen, wenn der Herr zurückkehrt und ihn bei seiner Arbeit findet.
- Ich versichere euch: der Herr wird ihn die Verantwortung für alle seine Güter übertragen.
- Wenn er aber unzuverlässig ist und sich sagt: »So bald kommt mein Herr nicht zurück«
- und anfängt die anderen zu schlagen und mit Säufern Gelagere zu halten
- dann wird sein Herr eines Tages völlig unerwartet zurückkommen.
- Er wird den ahnungslosen Diener in Stück hauen und dorthin bringen lassen, wo die Heuchler ihre Strafe verbüßen. Dort gibt es nur Jammern und Zähneknirschen.
Nun? Wer hat denn noch nicht heimlich bei sich gedacht: "Jesus? Pffff... Der kommt noch lange nicht wieder!"? – Diese Ermahnung ist auch an uns gerichtet! Auch wir sollen "wachsam" bleiben. Es ist falsch die Endzeitprophetie zu ignorieren oder zu verdrängen! Auch wenn es uns nicht passt oder nicht unseren Wünschen entspricht! Die Bibel sagt ganz klar, dass Jesus wiederkommen wird!
Diese Tatsache soll jedoch niemanden Angst machen. Es ist ganz gewiss in der vorliegenden Abhandlung nicht beabsichtigt. Vielmehr soll lediglich darauf hingewiesen werden, was in der Bibel steht.
Aber was hört man in den Kirchen über dieses Thema? Sehr, sehr wenig! Es war ja schon immer so, dass die Menschen lieber das taten und glaubten, was sie für besser und richtiger hielten, als dass was Gott ihnen offenbart hat: In der heutigen Zeit, wo viele die Kirchen verlassen, darf man ja die letzten Gläubigen nicht mit Horrorgeschichten vergraulen...
Natürlich schmeckt vielen dieses Thema nicht, denn es ist recht ernsthaft. Wenn man das ganze Kapitel 24 bei Matthäus liest, kann einem richtig Angst und Bange werden, aber Jesus sagt (in Mt 24,6): "Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschreckt nicht." - Gott will uns schützen und retten! Wir müssen aber seine Hilfe auch annehmen.
Schon oft wurde die Endzeitprophetie benutzt, um Menschen unter Druck zusetzten und ihnen Angst zu machen! Aber die Kernaussage wird dabei völlig übersehen: Sie soll uns trösten! Auch wenn schreckliche Dinge geschehen werden, sollen wir nicht verzagen! Jesus wird wiederkommen und ein ewiges Reicht aufrichten ohne Kriege, Ängste und Nöte!
Die Bibel ist geradezu gespickt mit Bibelstellen, die sich auf die Endzeit beziehen. Werfen wir zunächst einen kurzen Blick in den 2. Brief von Petrus und zwar in das 3. Kapitel: (Gute Nachricht)
- Meine Freunde, das ist schon der zweite Brief, den ich euch schreibe. In den beiden habe ich versucht, euch wachzurütteln, damit ihr zur Besinnung kommt.
- Erinnert euch an das, was die heiligen Propheten vorausgesagt haben, und ebenso an das, was euch die Apostel im Auftrag des Herrn und Retters verkündigt haben.
- Ihr müsst euch vor allem darüber in klaren sein: Bevor es mit der Welt zu Ende geht, werden Menschen auftreten, die nur ihren eigenen Trieben folgen. Sie werden sich über euch lustig machen
- und sagen: »Er hat doch versprochen wiederzukommen! Wo bleibt er denn? Inzwischen sind unsere Väter gestorben; aber alles ist noch so, wie es seit Beginn der Welt war!«
Diese Spötter werden das tun, was sie wollen und glauben nicht mehr an die Verheißungen der Bibel. Sie werden nicht mehr an Jesu Wiederkehr glauben und sagen, dass alles so ist (und bleibt), wie es schon immer war. In Vers 5 geht es weiter mit:
- Sie wollen nicht wahr haben, dass es schon einmal einen Himmel und eine Erde gab. Gott hatte sie durch sein Wort geschaffen. Die Erde war aus dem Wasser aufgestiegen, und auf dem Wasser ruhte sie.
- Und durch Wasser wurde sie auch zerstört: durch die große Flut.
Es wird an dieser Stelle deutlich, dass in den letzten Tagen, die "Spötter" auch nicht mehr daran Glauben werden, dass die Erde durch das Wort Gottes geschaffen wurde (sehe Johannes 1,1) und sie werden auch nicht mehr an die Sintflut glauben...
Jetzt kann man sich fragen, was Petrus damit sagen wollte. Es gab doch schon zu seiner Zeit Ungläubige, die nicht an die Verheißungen glaubten, nicht wahr? Aber dennoch schreibt Petrus, dass - und jetzt kommt eine genauere Übersetzung: "... in den letzten Tagen Spötter mit Spötterei kommen werden". War Petrus so weltfremd, dass er nicht bemerkte, dass es schon zu seiner Zeit diese Spötter gab? – Ich glaube nicht.
Wann sollen aber die letzten Tage anbrechen? Vor einiger Zeit habe ich eine interessante Erklärung dafür gehört: Petrus redet hier zu den Gemeinden und er spricht von den Gemeinden! Wenn die Gemeinden abfallen werden und nicht mehr an die Schöpfung und an die Wiederkunft Jesu glauben und wenn sie andere Gemeinden für solch einen Glauben verspotten werden, dann werden die letzten Tage anbrechen!
Habt Ihr Euch schon mal angeguckt, was in manch einer Kirche heute verkündigt wird? – Die Schöpfungsgeschichte ist ein Mythos… ebenso die Sintflut, die - falls überhaupt - nur lokal geschah (Aber wenn sie lokal war, warum hat Gott denn Noah gesagt, er solle ein Schiff bauen? Warum ist er nicht einfach in ein anderes Land gezogen? – aber zurück zum Thema). Es steht jedem frei, die Schöpfung und die Sintflut so zu sehen, wie er oder sie es mit dem Glauben vereinbaren kann. Ob nun buchstäbliche Schöpfung oder auch nicht: Diese Frage ist aus theologischer Sicht nicht heilsentscheidend. Wichtiger als das Wissen über die genauen Ereignisse in der damaligen Zeit sind doch die persönlichen Entscheidungen, die man treffen muss: Reue und Buße, Bekehrung und Nachfolge. Fest steht jedoch, dass sich das, was Petrus prophezeit hat, in diesen Tagen erfüllt.
Leben wir bereits in den letzten Tagen? So etwas darf man natürlich nicht laut sagen… Oder man riskiert als intolerant, verkappt und verrückt bezeichnet zu werden! Ist es intolerant Christen auf das hinzuweisen, was in der Bibel steht? Ein Schulfreund sagte mir einmal: "Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!" – Sind manche Theologen nicht mehr "ganz dicht"? Oder ist es normal alles zu tolerieren? Muss man auch hinnehmen, dass manch ein Theologe behauptet, dass Maria von ihrem Vater vergewaltigt und auf diese Weise schwanger wurde? Wo hört die Liberalität auf?
Auf jeden Fall sollen diejenigen, die sich als Christen sehen und dennoch nichts von dem Thema "Endzeit" hören wollen, darüber reflektieren, ob sie nicht zufällig lediglich "die Rosinen aus den Kuchen picken", statt den Kuchen ganz zu verzehren. Eine persönliche Ansicht dazu ist auf der Homepage zu finden.

