Wie helfen die biblischen Ewigkeitsdefinitionen weiter?

Es soll nun versucht werden, die gegensätzliche Symbolik der "Bestrafung" der gottlosen Menschen, zu harmonisieren.

Texte, in denen Heilsverächter mit Brennbarem verglichen werden

Die Textstellen, die von der Vergänglichkeit des Menschen sprechen sind leicht zu erklären – auch im Hinblick auf die Ewigkeit.  
 

Stoffe wie Holz, Unkraut, Reben, Spreu oder Stroh verbrennen zwar ungleichmäßig rasch, werden aber schließlich zur Asche. So sollen die Gottlosen in der Gehenna (Gerichts-Vernichtungsfeuer) "nach ihren Werken" verschieden gerichtet werden. Sie brennen allerdings nicht ewig, sondern verbrennen und werden vollständig vernichtet (in Offb 20,12-14). Ausschlaggebend für die Bestrafung mit dem "ewigen" Feuer ist, ob der Mensch nach seiner Erkenntnis gelebt hat (Lk 12,47.48). Das Gehenna-Feuer verzehrt alles Ungöttliche. Das Feuer bewirkt den "zweiten Tod", der endgültig und "ewig" ist. Diese erkennt man auch in der Gerichtsandrohung des Propheten Obadja. Dort lesen wir im Hinblick auf die Heiden:

"Denn wie ihr auf meinem heiligen Berge getrunken habt, so sollen alle Heiden täglich trinken; ja, sie sollen's saufen und ausschlürfen und sollen sein, als wären sie nie gewesen." (Obd 16)

Die Symbolik des "Trinkens (vom Zornbecher)" und die darauf folgende Vernichtung, findet man an vielen Stellen der Bibel, z. B. bei Jer 25,15:

"Denn so sprach zu mir der HERR, der Gott Israels: Nimm diesen Becher mit dem Wein meines Zorns aus meiner Hand und lass daraus trinken alle Völker, zu denen ich dich sende"

oder auch

"der wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zorns, und er wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm." (Offb 14,10, vgl. Ps 75,9)

Der Satzteil "und sollen sein, als wären sie nie gewesen" zeigt abermals die völlige Vernichtung. Die gottlosen Menschen werden sein, als wären sie nie gewesen. Daher heißt es von der neuen Erde: "... Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen." (Offb 21,4)

Diese Stelle macht es auch klar, dass es kein ewiges, loderndes Feuer geben wird, in dem die Menschen ewiglich gefoltert werden. Selbst der "Tod und sein Reich" werden vernichtet werden (vgl. Offb 20,14).
 

Texte, in denen von ewiger Strafe (Pein) & Qual die Rede ist

Ewige Strafe (kolasis wurde früher mit Pein übersetzt): 2Thess 1,9 und Mt 25,46

  Auch die meisten Bibelstellen, die als Argumente für ein angeblich ewiges Bestrafen der Gottlosen verwendet werden, lassen sich gut erklären.    

"Die werden Strafe (kolasis) erleiden, das ewige Verderben (olethros), vom Angesicht des Herrn her und von seiner herrlichen Macht" (2Thess 1,9)

"Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe (kolasis), aber die Gerechten in das ewige Leben." (Mt 25,46)

Gemeint ist "ewige Strafe", d. h. "ewiger Tod", "der zweite Tod", "ewige, endgültige Strafe" aber nicht ewiges Bestrafen. Dies ist der Lohn der Gottlosen: Die völlige, nicht abwendbare und unumkehrbare Vernichtung des Sünders. Sie bedeutet den Ausschluss aus dem ewigen Leben in Herrlichkeit.

Bei Mt 25 sind Lohn der Gottlosen (Gericht und ewige, endgültige Vernichtung) und Lohn der Gerechten (ewiges, endgültiges Leben – der Tod hat keine Macht mehr über die Gerechten) gegenübergestellt. Ähnlich stellt Johannes "Auferstehung zum Gericht" und "Auferstehung zum Leben" einander gegenüber. (Siehe auch Antwort auf Spurgeons Einwand (Mt 25,46).)

Gemäß der vierten Definition ist hierbei kein unendlich andauernder Prozess gemeint, sondern ein von Gott fest beschlossener Plan, der sich nicht (durch Menschenhand) abwenden lässt. Dieses wird bei 2.Thess 1,9 auch durch den nachfolgenden Einschub - "das ewige Verderben"- deutlich:

 

Ewiges Verderben (olethros, Verderben, auch Zerstörung, Vernichtung, Tod): 2Thess 1,9

(Text siehe oben) – Das griechische Wort olethros, welches meistens mit Verderben übersetzt wird, bedeutet auch Zerstörung, Vernichtung und Tod. In den meisten englischen Übersetzungen (KJV, Webster etc.) wird es immer mit destruction (= Zerstörung, Vernichtung) übersetzt, was im völligen Einklang mit einer ewigen, endgültigen Zerstörung durch den zweiten Tod steht. Es ist nicht nötig, von einem unendlich lange andauernden "Verderben" auszugehen. Auch hier steht ewig für "von Gott fest beschlossen" oder "unabwendbar".

Randbemerkung: 2Thess 1,9 steht im Zusammenhang mit der Wiederkunft Jesu. Wenn Jesus kommt, werden die Nichterlösten sterben. Sie werden bei der zweiten Auferstehen wieder erwachen - leider wartet auf sie nur noch das Endgericht und "der zweite endgültige Tod". Der Plan mit den zwei Auferstehungen (die erste für die Erlösten, die zweite für die "Verlorenen") steht fest. Darum ist das Schicksal für die Nichterlösten schon festgelegt, wenn Jesus kommt.

 
Ewiges Feuer für die Menschen und für die Engel: Mt 18,8 und Mt 25,41

"Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich zum Abfall verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass du lahm oder verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände oder zwei Füße hast und wirst in das ewige Feuer geworfen." (Mt 18,8)

"Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!" (Mt 25,41)

In der Parallelstelle zu Mt 18,8 wird bei Mk 9,43 "ewiges Feuer" als "unauslöschliches Feuer" übersetzt, d. h. ein Feuer, das nicht von außen gelöscht werden kann. Es geht erst aus, wenn der Gegenstand vollständig verzehrt ist. Solch "unauslöschliches Feuer" wurde zur Jeremias Zeit beim Untergang Jerusalems in der Stadt gelegt (Jer 17,27).

– Dieses Feuer brennt heute nicht mehr! Auch hier meint ewig (gemäß der vierten Definition), dass es von Menschen (oder anderen Geschöpfen) nicht abgewendet werden kann, bis es vollendet ist.

In dem "unauslöschlichen" Gehennafeuer, das im NT gemeint ist, wird nach den 1000 Jahren auch Satan mit seinen Engeln, die jetzt noch die Menschen von der Lufthülle der Erde her verführen dürfen, geworfen und verbrannt. Auch in Mt 25,41 ist das "ewige Feuer" festgesetzt und nicht abwendbar (siehe Definition 4 oben; vgl.  Antwort auf Spurgeons Einwand (Mt 25,46)).

 

Der nie sterbende Wurm: Mk 9,47.48 und Jes 66,24 

"Wenn dich dein Auge zum Abfall verführt, so wirf's von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Reich Gottes gehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht." (Mk 9,47-48; vgl. Jes 66,24)

Wie im Tal Hinnom, wo Abfall, Leichen und Unrat durch Feuer und Würmer der Vernichtung anheim fielen, so werden für das Endgericht "Würmer" als Symbole für die Vernichtung der Leichen der Gottlosen verwendet. Meist hört die Tätigkeit der Würmer auf, wenn sie das Fleisch aufgefressen haben. Hier sollen sie auch die Knochen auffressen; "Der Wurm stirbt nicht" bis die ganze Arbeit geleistet wurde, bis es nichts mehr zu verzehren gibt. Nichts hält den Wurm auf! (Dies entspricht wieder der vierten Definition von "ewig".)

Bornhäuser schreibt zu Jes 66,24: "Soll das heißen: Nie werden diese Leichname vernichtet sein und immer wird an den unzerstörbaren Toten der Wurm nagen und das Feuer zehren? Gerade das Gegenteil ist gesagt: Wurm und Feuer werden an ihnen ganze Arbeit machen, sie ganz vernichten . . . Nie vergehende Leichname vor Jerusalems Toren würden auch schlecht zum neuen Himmel und zur neuen Erde passen."[1]
 

Zwei harte Nüsse bleiben: Qual von Ewigkeit zu Ewigkeit!
 
 

Ewige QualQual von Ewigkeit zu Ewigkeit: Offb 14,11; 20,10

"Und der Rauch von ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild, und wer das Zeichen seines Namens annimmt." (Offb 14,11)

"Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit." (Offb 20,10)

Die beiden Textstellen sind die einzigen, die wirklich etwas schwieriger sind, denn der Ausdruck "Qual von Ewigkeit zu Ewigkeit" wird genauso verwendet, wie "Leben von Ewigkeit zu Ewigkeit"! Wie ist dies zu erklären?

Von Ewigkeit zu Ewigkeit, griechisch: eis aiōnas aiōnōn, d. h. "bis Zeitaltern von Zeitaltern". Dieser Ausdruck kann mit eis ton aiōna, "bis zum Zeitalter" verglichen werden, der üblicherweise mit "ewiglich", "in Ewigkeit" oder "auf ewig" übersetzt wird (vgl. Mt 21,19; Mk 3,29; Lk 1,55, usw.) oder mit dem Ausdruck eis tous aiōnas, "bis zu Zeitaltern", der als "ewiglich", "in Ewigkeit" oder "von Ewigkeit zu Ewigkeit" (Schlachter) übersetzt wird (vgl. Lk 1,33; Röm 1,25; 11,36) oder mit dem Adjektiv aiōnios, "Zeitalter-dauernd" oder "für-ein-Zeitalter-dauernd", übersetz als "ewige(s)" (vgl. Mt 18,8; 19,16.29; 25,41.46).

Ähnlich wie aiōnios bedeuten die Ausdrücke eis ton aiōna und eis tous aiōnas nicht unbedingt eine endlose Existenz. Es kann jedoch gefragt werden, ob sie in manchen Fällen "für immer" oder "auf ewig" bedeuten können. Sollte dies der Fall sein, könnte dann auch der zusammengesetzte Ausdruck eis aiōnas aiōnōn als ein betonter Ausdruck der Ewigkeit verstanden werden?

Dieser zusammengesetzte Ausdruck kommt in anderen Stellen als eis tous aiōnas tōn aiōnōn vor, was soviel bedeutet wie "bis zu Zeitaltern von Zeitaltern" und bezieht sich fast immer auf Gott oder Christus, wenn/wo es die endlose Existenz betont. (Die einzige Ausnahme stellt offenbar Offenbarung 20,10 dar – siehe unten)

Diese Bedeutung wurde jedoch nicht aus dem Ausdruck selbst, sondern aus dem Zusammenhang abgeleitet: Wir gehen von einem endlosen, ewigen Gott aus. Der Ausdruck selbst bedeutet soviel wie "vervielfachte Zeitalter".

Die folgende Überlegung könnte als eine mögliche Erklärung der zusammengesetzten Phrase herangezogen werden. Es geht in Offb 14,11 um die "Qualen" der Anbeter des Tieres in einem Inferno aus Feuer und Schwefel. Die Lebensdauer eines Menschen in so einer Umgebung würde sehr kurz sein, so dass wenn der Ausdruck eis ton aiōna benutzt worden wäre, man hätte schlussfolgern können, dass die Strafe nur einen Augenblick dauern würde (da der Mensch sofort verbrennen würde). Der zusammengesetzte Ausdruck zeigt, dass die "Qual" eine bestimmte Zeit andauern wird – länger als ein Augenblick aber nicht unendlich lange, wie es andere Bibelstellen, die sich auf das "End-Schicksal" der Sünder beziehen, zeigen: Sie werden restlos vernichtet (vgl. Mt 10,28 & Hes 18,4; Offb 20,14 – zweiter Tod, siehe oben).

Das Symbol des emporsteigenden Rauches stammt zweifellos aus Jesaja 34,9.10, wo die Vernichtung Edoms beschrieben wird. Die Tatsache, dass der Prophet hierbei nicht ein endloses Feuer gemeint hat, wird deutlich, wenn man Folgendes bedenkt: Nach der Verwüstung über die Jesaja sagt: "Und Edoms Bäche verwandeln sich in Pech und sein Boden in Schwefel; und sein Land wird zu brennendem Pech. Tag und Nacht erlischt es nicht, ewig steigt sein Rauch empor. Von Generation zu Generation liegt es in Trümmern, für immer und ewig zieht niemand hindurch." wird das Land zu einer verwüsteten Öde, dass von wilden Tieren bewohnt wird (Verse 10-15). Das Symbol verdeutlicht totale Zerstörung und nicht ein ewig loderndes Inferno.

Wie oben angemerkt, gibt es eine einzige Ausnahme, wo der Ausdruck eis tous aiōnas tōn aiōnōn, welcher sonst sich immer direkt auf Gott oder Christus bezieht, an einer anderen Stelle vorkommt. Wir lesen dazu nochmals Offb 20,10 und zusätzlich Vers 14:

"Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit. ... Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl." (Offb 20,10.14)

Wenn man sich näher mit den Symbolen der Bibel beschäftigt, so wird klar, dass ein Tier in der Bibel ein wichtiges Symbol ist. Anhand der Auslegung von Daniel 2, 7 und 8 und Offenbarung 13 lässt sich darlegen, dass die sonderbaren Tiere im Buch Daniel und der Offenbarung nicht wirkliche Tiere sind, sondern als Symbole für ein Reich oder eine Macht fungieren. So steht z. B. der Ziegenbock in Daniel 8 für das griechische Weltreich (siehe Auslegen zur Endzeit).

Daher wird auch hier, in Offenbarung 20,10 nicht ein echtes Tier in den feurigen Pfuhl geworfen und "gequält", sondern eine bestimmte antichristliche Macht (das Tier aus Offenbarung 13). Wenn das Tier kein wirkliches Tier ist, sondern ein Symbol, dann muss auch der "falsche Prophet" symbolisch verstanden werden.

Die Bedeutung der Symbole soll an dieser Stelle nicht weiter diskutiert werden. Es ist jedoch widersinnig auf einer Seite "das Tier" und den "falschen Propheten" als Symbole zu behandeln und anderseits alle anderen Ausdrücke (den Pfuhl von Feuer und Schwefel, Qual Tag & Nacht, etc.) im Text wörtlich zu nehmen. Dabei sei im Übrigen angemerkt, dass es auf der neuen Erde keine Nacht mehr geben wird (Offb 22,5) – wie kann also der "Prophet" und das "Tier" Tag und Nacht "gequält" werden, wenn alles wörtlich zu verstehen ist?

Von zentraler Bedeutung: Der zweite Tod!
 
 

Wirklich interessant wird die Bibelstelle noch durch die zusätzliche Betrachtung von Vers 14, wo es heißt: "...Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl.".

Der "Tod" und "sein Reich" sind freilich keine Personen oder Wesen, doch ist ihr "Schicksal" das gleiche, wie das des "falschen Propheten", des "Tieres" und aller Menschen, die nicht im Buch des Lebens gefunden werden: Sie werden in den "feurigen Pfuhl" geworfen (Offb 19,20; 20,14.15; 21,8). Betrachtet man alle Bibelstellen, an denen vom "Pfuhl" die Rede ist, so stellt man fest, dass einmal Menschen (die Feigen, Ungläubigen, Frevler, Mörder, Unzüchtigen, Zauberer, Götzendiener, Lügner, usw.) und einmal Symbole (das Tier, der Prophet, der Tod, das Totenreich) in den Pfuhl "geworfen" werden. – Was ist nun der "feurige Pfuhl", der mit Feuer und Schwefel brennt?

Die Bibel bezeichnet ihn als "zweiten Tod". Es stellt sich die Frage, wieso er Tod genannt wird, wenn er dennoch angeblich für ewige Qual steht. Man bedenke hierbei, dass der Tod in der Bibel mit einem Schlaf ohne Gedanken und Gefühle verglichen wird! Macht es Sinn, beim zweiten Tod von einer bewussten endlosen Qual durch Feuer und Schwefel auszugehen? Natürlich nicht!

Wie kann der "Tod" und "sein Reich" dabei in einem Pfuhl aus Feuer und Schwefel "brennen", obwohl es sich bei ihnen doch um abstrakte Begriffe handelt? Gar nicht!

Die wirkliche Bedeutung, die aber sowohl Menschen als auch Symbole harmonisch im "feurigen Pfuhl" vereint, wird uns von Paulus selbst gegeben. Er sagt: "Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod." (1Kor 15,26; vgl. Offb 20,10.14)

Der "feurige Pfuhl", der Feuersee, in den der Tod geworfen wird, ist ein Symbol der Vernichtung, und zwar einer ewigen und endgültigen Vernichtung. Sowohl das durch das Tier repräsentierte System (oder das, wofür die Symbole stehen) als auch der falsche Prophet und ebenso der Tod sowie das Totenreich werden auf immer vernichtet werden.

Da der Tod und sein Reich im Feuersee, dem zweiten Tod vernichtet werden, gibt es auf der neuen Erde keinen Tod mehr (Offb 21,4). Das gleiche Schicksal trifft auch die gottlosen Menschen. Ihr Lohn ist der zweite Tod und sie haben keinen Anspruch "am Baum des Lebens" (Offb 21,8; 22,18.19): Sie werden vergehen wie Rauch (Ps 37,1.20) und werden ausgelöscht sein von "Ewigkeit zu Ewigkeit". Genauso endgültig, wie Gott in seinem Wesen endgültig und ewig ist.

 


[1] Bornhäuser. Die Gebeine der Toten, Bertelsmann, Gütersloh, 1921, S. 14